07. Januar 2012 - 09. Dezember 2012
Teilnehmerzahl:max. 15 Teilnehmer
Anmeldeschluss:Anmeldung noch möglich
Gebühren:3.450,- Euro (inkl. 19% MwSt) bei Vorabzahlung; 3.850,- Euro (inkl. 19% MwSt) bei Ratenzahlung
Intensivkurs Drehbuch (15 Wochenenden)
Von der Idee zum fertigen Drehbuch
Kurs: 07. Januar 2012 bis 09. Dezember 2012
Dozent: Wolfgang Pfeiffer
Dieser Kurs wird von der Drehbuchschule Wolfgang Pfeiffer (Pfeiffer Film) veranstaltet.
Inhalt und Ablauf
Die Ausbildung dauert 12 Monate. In diesem Zeitraum - gegliedert in 15 Wochenendterminewerden Sie Schritt für Schritt mit erzählerischen Grundsätzen und den dramaturgischen Werkzeugen vertraut gemacht, die notwendig sind, um ein Drehbuch zu verfassen. Ziel des Kurses ist die Entwicklung eines präsentierfähigen Drehbuchs für einen abendfüllenden Spielfilm. Die Schreibphasen zwischen den Terminen werden durch individuelles Coaching begleitet.
Methode
Drehbuchschreiben ist ein geistig-kreativer Prozess. Es kommt beim Schreiben weniger auf Technik und Logik an, vielmehr ist die Haltung des Autors zu seinem Stoff entscheidend. In diesem Kurs wird vermittelt, wie man sein Material findet, ordnet und in eine wirkungsvolle Form bringt. Es geht darum, eine Geschichte als emotionales Erlebnis in Bildern erzählen zu können. Erster Schritt auf dem Weg zum eigenen Drehbuch ist die Öffnung der Teilnehmer für den kreativen Prozess: Ängste, Befangenheit und überzogene Leistungsansprüche werden abgebaut. Die Teilnehmer lernen, das tägliche Schreiben in ihren Alltag zu integrieren.
Gefördert werden kreative Erzähllust und Selbstsicherheit beim Schreibprozess. Intensives Einzel-Coaching ist dabei ein wichtiges Element auf dem Weg zum perfekten Drehbuch.
Drehbuchschreiben ist ein permanenter Überarbeitungsprozess. Es kommt darauf an, nicht schon im ersten Durchgang ein fertiges Produkt zu schaffen, sondern sich in mehreren Arbeitsgängen durch kontinuierliche Verbesserungen schrittweise der Endfassung zu nähern.
Intensives Einzel-Coaching durch die Seminarleiter ist fester Bestandteil des Kurses, bei dem sich hohe Arbeitsdisziplin mit uneingeschränkter künstlerischer Freiheit verbinden soll.
Von der ersten Idee zum gelungenen Drehbuch
Theorie und Praxis des Drehbuchschreibens
Der skizzierte Seminarablauf ist nicht chronologisch zu verstehen. Die einzelnen Arbeits- und Erkenntnisschritte greifen ineinander über.
1. Nur ein Autor, der schreibt, ist ein Autor
Öffnung der Teilnehmer für den kreativen Prozess. Techniken des kreativen Schreibens.
2. Grundlagen des dramatischen Schreibens.
Die universelle Form des Erzählens. Der Unterschied zwischen Prosa und Drama.
Der dramatische Bogen. Was bedeutet: vom Ende her erzählen?
3. Schreiben ist die Gestaltung einer Idee
Prämisse , Stoff, Welt, Thema, Thematische Frage, Idee.
4. Story-Bausteine
Erarbeitung der Gestaltungsvoraussetzungen für die Ideen und Geschichten der Teilnehmer. Was ist der Stoff? Was ist das Thema? Welche Idee soll gestaltet werden? In welcher Welt spielt die Geschichte? Was ist der Plot?
5. Der Plot
Was zeichnet eine gut erzählte Geschichte aus? Wodurch wird eine Geschichte spannend, relevant, anrührend, bedeutend? Wie kommt man zu einer Geschichte und wie bringt man die Plot-Elemente in eine Ordnung. Erstellung einer Plotskizze.
6. Die dramaturgischen Wirkungselemente des Erzählens
Was sind Wirkungselemente und mit welchen Mitteln wird Wirkung erzielt?
7. Aufbau und Struktur des Drehbuchs
Akte, Sequenzen und Szenen. Die erzählerische Funktion der einzelnen Akte.
8. Die dramatische Szene
Die Szene ist das Herzstück eines Drehbuchs. Wie gelingen perfekte Szenen?
9. Die 1. Fassung (First Draft Script)
Schreiben und Überarbeiten der 1. Drehbuch-Fassung mit begleitendem Coaching und gemeinsame Auswertung in der Gruppe.
10. Die 2. Fassung
Schreiben und Auswerten der 2. Fassung.
Unterrichtszeitplan
07. Januar 2012 – 09. Dezember 2012
Die genauen Kurstage bitte bei Interesse erfragen
Zwischen den Gruppenseminar-Terminen arbeiten die Autoren an ihren Drehbüchern.
Während dieser Zeit steht Wolfgang Pfeiffer für individuelles Coaching zur Verfügung.
Wolfgang Pfeiffer
wurde 1953 in Karlsruhe geboren und wuchs dort auf. Bis zum Alter von 17 Jahren tat er kaum etwas anderes als Fussball zu spielen. Er galt als überdurchschnittlich talentiert. Dann sah er den Film DIE VÖGEL von Alfred Hitchcock. Er hörte von einem Tag zum anderen mit dem Fussballspielen auf und kaufte sich eine gebrauchte Super-8-Kamera. Seither beschäftigt er sich theoretisch wie praktisch mit Film.
Wolfgang Pfeiffer war als Produzent an mehr als 60 Produktionen beteiligt - darunter an so erfolgreichen Filmen wie "Kinder der Natur" (Oscar-Nominierung, "Bester fremdsprachiger Film"), "Stilles Land" (Hessischer Filmpreis, "Bester deutscher Spielfilm"; Regie: Andreas Dresen), Warheads (Nominierung zum europäischen Filmpreis "Felix") oder "Joe Polowsky - ein amerikanischer Träumer" (Friedensfilmpreis Berlinale).
Der Wunsch nach einer neuen beruflichen Herausforderung führte Wolfgang Pfeiffer 1992 nach Afrika, wo er bis 1999 als Film Consultant für die Regierung von Simbabwe am Aufbau einer nationalen Filmindustrie leitend tätig war. Er wirkte u.a. beim Aufbau einer Filmschule der UNESCO mit und initiierte die Gründung des African Script Development Funds für die Rockefeller Foundation.
Seit fast 20 Jahren beschäftigt sich Wolfgang Pfeiffer überwiegend mit Fragen des guten Erzählens im Film. Seit 12 Jahren gibt er seine Erkenntnisse und Erfahrungen an einer eigenen Drehbuchschule an zahlreiche Filmemacher und Studenten weiter. Er fördert die Entwicklung der filmischen Erzählkultur und arbeitet an der Schaffung einer Produktionsstruktur für erzähl-orientiertes Kino.
Der Berliner Jürgen Nass stand schon als Kind in der Komischen Oper wie auch am Berliner Ensemble auf der Bühne und war Kindersynchronsprecher bei der DEFA. Seine Ausbildung zum Tänzer erhielt er an ...